Für eine gute Zukunft der Prignitz

Ursula Nonnemacher, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Brandenburger Landtagswahl, war begeistert über die konstruktive Gesprächskultur, die sie am Sonntagabend im Perleberger Judenhof erlebte. Das wurde dem Thema "Zukunftsfähige Prignitz" damit bereits im Ansatz gerecht. Auf dem Podium neben ihr der grüne Wahlkreis-Direktkandidat Dr. Rainer Schneewolf, Wilfried Treutler vom BUND, die Schülerin Lisa Gierth und als Moderator Pfarrer Stephan Flade. Nach dem Motto "Wer Zukunft gestaltet, darf Vergangenheit nicht verleugnen" wurde zunächst in die DDR-Vergangenheit und Nachwendezeit zurückgeblickt. Wilfried Treutler und einige Veranstaltungsteilnehmer gaben dabei lebendige DDR-Erinnerungen wieder, durchaus auch von industriellem Gestank, Knappheit an Lebensmitteln, Schlange stehen und politischem Druck. Welche Funktion hat es, die Vergangenheit zu verklären? Ist es menschlich, sich nach 30 Jahren mehr an das Gute zu erinnern, sei es an die Hilfsbereitschaft oder die gute Nachbarschaft? Einigkeit herrschte zwischen Podium und Veranstaltungsteilnehmern, dass in der Prignitz seit der Wende vieles weiterentwickelt wurde und sehr viele Menschen dazu beigetragen haben und stolz darauf sein können. Genügen nicht ein paar Blicke auf Städte und Dörfer, Schulen, Krankenhäuser, Einkaufsläden, Freizeitstätten und vieles mehr, um das zu erkennen? Wer will das verleugnen? Ursula Nonnemacher nannte vier konkrete Zukunftspunkte, denen noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte: eine gute Verkehrsanbindung, schnelles Internet, eine umfassende medizinische Versorgung von Ärzten bis zur Pflege und eine gute Bildung. Dr. Rainer Schneewolf forderte einen wesentlich erhöhten Klimaschutz als Grundlage für alle Zukunftsfähigkeit, in der Prignitz wie anderswo. Schließlich beeindruckte die Schülerin Lisa Gierth alle Anwesenden mit ihrer Forderung, Lehrerinnen und Lehrer bräuchten mehr Fortbildung, zum Beispiel im Umgang mit Rassismus, denn sie seien schließlich die Vorbilder für alle Schülerinnen und Schüler. Und die sind schließlich unsere nächste Zukunft.

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